Die Christrose
In einem bei der Schulung zur Hospizhelferin verwendeten Gesprächsprotokoll sprach eine sterbende Frau von Christrosen, die für sie Zeichen für ein Leben nach dem Tod seien. Das war der erste Anstoß, den Namen dieser Pflanze in Bezug zur entstehenden Hospizgruppe zu setzen. Bei der Diskussion um den endgültigen Namen des Vereins kam dann die "Christrose" in die engere Wahl, und schließlich entschieden wir, dass sie am besten passt:
Christus kommt im Namen vor als Beauftrager und Träger unserer Arbeit, der Leben auch nach dem Tod uns allen durch sein Sterben ermöglicht. Daneben findet sich eines der wichtigsten Symbole menschlicher Beziehungen im Namen: die Rose. Wir verschenken sie, wenn wir lieben und wenn wir Menschen der Erde zurück geben.
Als Pflanze blüht die Christrose unter dem Schnee - ein Zeichen der Hoffnung, ein Wunder der Natur. Sie kann uns zeigen und sagen, dass das Leben weiter geht auch unter einer Decke von Schmerz, Leid und Trauer.
Die Pflanze
Die Blüten der Christrose sind weiß, haben 5 Blütenblätter und gelbe
Staubblätter. Sie blühen sehr früh im Jahr, von Dezember - März. Nach
dem Verblühen wird die Blüte grünlich.
Die Blätter der Christrose sind immergrün, langstielig, ledrig und 7- bis 9teilig.
Die Christrose wird 15 - 30 cm hoch.
Die Pflanze kommt in Mittel – und Südeuropa vor. Bei uns findet man sie nur in den östlichen Alpen. Früher sah man sie häufiger als heutein Gärten, da sie vielfach als Heilpflanze verwendet wurde.
Die Christrose enthält verschiedene Giftstoffe. Die Homöopathie verwendet die Pflanze z.B. gegen Nierenentzündung.
Wohl weil die Christrose manchmal schon zur Weihnachtszeit anfängtzu blühen, wurde ihr dieser Name gegeben. Wegen ihrer früheren – nichtganz ungefährlichen – Verwendung als Niespulver und ihren schwarzenWurzeln wird sie auch Schwarze Nieswurz genannt. Die Christrose zähltheute zu den geschützten Pflanzen.